Burgdorfer Gasthausbrauerei

Das Burgdorfer entwickelt sich weiterhin erfreulich

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Das Burgdorfer entwickelt sich weiterhin erfreulich

Wie gewohnt durchwegs erfreuliche Nachrichten aus dem Kornhaus: Auch an der 21. Generalversammlung der Burgdorfer Gasthausbrauerei AG von gestern Samstag konnten sich die 2‘108 Aktionäre im Zelt vor der Reithalle Wachstumszahlen vorsetzen lassen. Mit noch 1% ist der Bierabsatz im vergangenen Braujahr aber nicht mehr ganz so hoch angestiegen wie auch schon. Auch der Jahresgewinn von 480‘000 Franken liegt in der Höhe des Vorjahres. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde der Gastroprofi Sven Rindlisbacher.

Nach seiner Begrüssung konnte Verwaltungsratspräsident Stefan Aebi den 2’108 wie üblich gut gelaunten Aktionären in seinem bekanntermassen sehr kurz gehaltenen Jahresbericht durchwegs positive Nachrichten verkünden: Mit 8’002 hl lag der Bierabsatz um rund 1 % über demjenigen aus dem Vorjahr. Die vor 2½ Jahren eingeführten 0.33l-Einwegflaschen des «Burgdorfer Helles» erfreuten sich weiterhin eines steigenden Absatzes, 2018 wurden weit über 500’000 Einheiten davon verkauft. Der Gesamtertrag erreichte 2018 gut 2‘809‘000 Franken, was einem Plus von gut 1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dank der effizienten Arbeitsweise auf den modernen Anlagen im Kornhaus fiel auch das Ergebnis mit einem Jahresgewinn von 480‘000 Franken sehr erfreulich aus. Dass das Wachstum anhält, in den letzten Jahren aber etwas entschleunigt wurde, sah Aebi als Hinweis darauf, dass die Strategie des Verwaltungsrates aufgeht.

Seit 10 Jahren keine Preiserhöhung

Geschäftsführer Thomas Gerber steuerte in seinen Erläuterungen zur Jahresrechnung weitere passende Zahlen bei: Ein etwas erhöhter Anteil an Flaschenbier hatte einen positiven Einfluss auf den Erlös pro Liter Bier. Dieser ist demnach von 3,34 auf 3,39 Franken angestiegen, obwohl die Burgdorfer Gasthausbrauerei auch im Jahr 2018 keine Preiserhöhungen vorgenommen hat – wie übrigens seit 2008 nicht mehr. Obwohl sie sich im letzten Jahr mit 100‘000 Franken zu 100 % am Aktienkapital an der Burgdorfer Schützenhaus AG beteiligte, hat die Gesellschaft nach wie vor keine geldwerten langfristigen Schulden, die kurzfristigen Verbindlichkeiten können sehr gut bezahlt werden.

Zeit fürs Heranreifen des «Haus des Bieres»

Diesem Erwerb des Schützenhauses auf den 1. Februar 2019, der fraglos einen Meilenstein in der Geschichte des Burgdorfer Bieres darstellt, widmete Aebi noch ein paar eigene Worte: «Mit der Übernahme der Wirtschaft zum Schützenhaus haben wir nun herausragende Möglichkeiten, um die Bierkultur in und um Burgdorf zu fördern. Wir können damit unseren Traum von einem «Burgdorfer Haus des Bieres» realisieren.» Nach der langjährigen Prüfung verschiedener Projekte und dem dann doch recht kurzfristig erfolgten Kauf der Wirtschaft zum Schützenhaus könne dieser Traum aber nicht von heute auf morgen erfüllt werden. «2019 wird ein Anlaufjahr sein, grössere Anpassungen an der Infrastruktur sehen wir frühestens auf Winter 2020 vor», stellte Aebi in Aussicht. Ein anderer Meilenstein steht noch an: Am 29. Juni 2019 feiert das Burgdorfer Bier seinen 20. Geburtstag, unter anderem mit einer Leistungsschau der drei Burgdorfer Brauereien und mit einem Gratiskonzert von Bubi Eifach.

Sven Rindlisbacher bringt Gastronomie-Knowhow

Um sich für den Betrieb des Schützenhauses mehr Kompetenzen im Bereich Gastronomie anzueignen, schlug der Verwaltungsrat den Aktionären ein neues Mitglied zur Wahl vor. Sven Rindlisbacher, Chief Hospitality Officer der Sportgastro AG und Mitglied der Unternehmensleitung des Schlittschuhclubs Bern, wurde denn auch mit grossem Applaus gewählt. Neben dieser Wahl winkten die Aktionäre auch alle anderen Anträge des Verwaltungsrates mit der hinlänglich bekannten grossen Mehrheit und Geschwindigkeit durch.

Nach Abschluss des geschäftlichen Teils konnten sich die Aktionäre dem Verkosten der verschiedenen Sorten des Burgdorfer Bieres widmen. Unter ihnen fanden sie erstmalig auch das Schiffmann Bier wieder, ein India Pale Ale, das sie an der letzten GV für eine Neuauflage gewählt hatten. Auch neu war der Umstand, dass sie wegen dem neuen Burgdorfer Abfallreglement ihr Bier in Mehrwegbechern konsumieren mussten. Einer zweckmässigen Organisation und einer ausreichend grossen Anzahl dieser Becher war es zu verdanken, dass die Umstellung auf Anhieb geglückt ist und niemand übermässig lange auf sein verdientes Burgdorfer warten musste.

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